Olgäle-Neubau 2014 – Olgäle-Stiftung sorgt für ein kindgerechtes Gestaltungskonzept

Bauliche Mängel und veraltete Strukturabläufe haben die Stadt Stuttgart und das Land Baden-Württemberg dazu bewogen, eine neue Kinderklinik zu bauen. Im Frühjahr 2014 wurde das Olgäle eröffnet und somit entstand ein modernes Mutter-Kind-Zentrum.

 

Die Baukosten hierfür lagen bei rund 330 Millionen Euro. Auch hier ist die Olgäle-Stiftung für die kranken Kinder aktiv gewesen, denn eine kindgerechte Ausstattung war in den Baukosten nicht eingeplant.

 

Eine große Arche der Hoffnung in der Eingangshalle, die als Spielplatz und Theater dient, soll Eltern und Kindern die Angst vor einem Klinikaufenthalt nehmen. Sechs bunte Tiere aus allen Kontinenten – der Esel für Europa, die Giraffe für Afrika, der Elefant für Asien, ein Pinguin für die Antarktis, das Känguru für Australien und der Waschbär für Amerika – begleiten von der Arche ausgehend die Kinder zu ihrem Hausblock bzw. auf ihre Station. Sie erzählen fröhliche Geschichten entlang der Wände und dienen als Leitsystem und Orientierungshilfe.

 

Die Wartebereiche sollen sowohl Kleinkinder als auch Jugendliche ansprechen und für frohe Unterhaltung sorgen. Um die Innenhöfe zu gestalten, hat die Olgäle-Stiftung zum einen ein zauberhaftes Schmetterlingsmobile der Stuttgarter Künstlerin Rosalie installieren lassen. Die Schmetterlinge schweben langsam, leicht und leise durch den Hof als Symbol für Seele, Freiheit und Glück. Zum anderen lädt ein Innenhof in Gestalt eines begrünten Labyrinths zum Entspannen ein. Eine Bücherei für Kinder und Eltern, zusammen mit einem Internetraum für Jugendliche, wird von Ehrenamtlichen der Stiftung geführt. Für die Kinder, denen nicht mehr geholfen werden konnte, soll ein schön gestalteter Abschiedsraum den Eltern und Geschwisterkinder aller Religionen, das Abschiednehmen erträglicher machen. Die Umsetzung dieses Konzepts war allein durch eine Vielzahl an Spenden möglich.