Klinikclown Dr. Klops – ein Blick hinter die Kulissen

6. Februar 2020

Liebe Olgäle-Clowns-Unterstützer!

 

Heute schreibt euch Caroline, der Mensch von Klops.

Warum ich als Klops ins Olgäle gehe? Weil es riesen Spaß macht. Weil es Entspannung und Fröhlichkeit bedeuten kann, wenn mal kurz das Kranksein in den Hintergrund treten muss, um den guten Gefühlen Platz zu machen. Wir hören in Gesprächen immer wieder: „Das könnte ich nicht !“. Es ist auch oft nicht leicht. Manchmal haut ein Kinder-Schicksal auch den Clown aus der Kurve. Deswegen haben wir eine Ausbildung gemacht und wir sind ein Team.

 

Kürzlich hat mich jemand gefragt, was man auf der Clownschule alles lernt. Puuh, ganz schön viel. Stimmungen spüren, neutral sein/nichts bewerten, sich auf die Aufgabe konzentrieren, achtsam sein.  Dass der Clown nicht lustig ist, wenn er versucht, witzig zu sein. Klingt seltsam, ist aber zu 100 % so. Das sind nämlich oft die Clowns, die eher Angst machen, weil sie auf Kosten von anderen witzig sind. Ach ja, wie ist man Clown für unterschiedliche Altersgruppen…6 bis18 Monate…bis 2 ½ Jahre…bis 4 Jahre…bis 6 Jahre…bis 8 Jahre…bis 10 Jahre…bis…bis…so viele verschiedene Kinder und Bedürfnisse.

 

Und ganz wichtig: Wer ist mein Clown?

Was kann ich gut, was kann ich nicht, was mag ich, was nicht? Kann ich gut doof sein, bin ich die Schönste, will ich immer bestimmen, denke ich immer ans Essen, will ich immer Recht haben… auf solchen Sachen kann man einen schönen Clown aufbauen. Dazu muss man sich kennenlernen. Das ist oft nicht einfach und immer wieder mal gibt es auch ein paar Tränchen in einer Ausbildung.

 

Spieltechnik, Umgang mit Objekten, Hygienevorschriften, Schweigepflicht, Diskretion, ein Musikinstrument ganz gut zu können ist auch nicht schlecht, neue Liedtexte lernen und vieles mehr. Wir lernen nie aus. Das ist toll. Und manchmal ganz schön anstrengend. Deshalb gehen wir mindestens einmal im Jahr auf einen Workshop, wo wir andere Clowns treffen, uns austauschen, Neues lernen und mit neuem Schwung wieder ins Olgäle kommen.Und einmal im Jahr begleitet uns eine sehr gute Clownlehrerin, schaut uns zu und gibt uns Tipps. Das nennt man Coaching. Hat mit Couch-ing nix zu tun.

Das kommt danach. In der Natur, beim Sport oder eben auf der Couch. Das brauchen wir auch nach den Besuchen. Um wieder Kraft zu schöpfen, nachdem wir mit unseren offenen Herzen und unserem fröhlichen Geist für alle da waren.

 

Herzliche Grüße an alle Spender und Begleiter,

eure Caroline

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